Basketball-Weltmeister Dennis Schröder spielt künftig für die Charlotte Hornets. Der 32-Jährige, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, wechselt von den Cleveland Cavaliers zum NBA-Klub aus North Carolina und verspricht sich von dem Schritt eine sportlich bessere Ausgangslage. »Ich glaube, es ist für mich sportlich die bessere Situation«, sagte Schröder der »Braunschweiger Zeitung«. In Charlotte könne er wieder so agieren, wie es seinen Stärken entspreche – mit mehr Spielanteilen und dem Ball häufiger in der eigenen Hand.
- Dennis Schröder wechselt von den Cleveland Cavaliers zu den Charlotte Hornets.
- Für den 32-Jährigen ist es bereits die zwölfte NBA-Station seit dem Draft 2013.
- In dieser Woche reist Schröder zur deutschen Nationalmannschaft, die in Hamburg den Supercup bestreitet.
In Cleveland stand Schröder im Schatten der Topstars
Bei den Cavaliers hatte der Aufbauspieler mit James Harden und Donovan Mitchell zwei etablierte Topstars vor sich. Das habe ihn in eine schwierige Rolle gedrängt. »Dann musst du irgendwie anders effektiv sein, und das war eine Rolle, die extrem schwierig war«, sagte Schröder. In Charlotte dürfte sich das ändern: Dort wird ihm eine deutlich zentralere Aufgabe zugetraut.
In Charlotte könne er wieder so spielen, wie er es normalerweise tue, betonte Schröder – ein Rollenwechsel, der ihm mehr Verantwortung auf dem Feld verschafft.
Was der Wechsel für die deutschen Talente bedeuten könnte
Bei den Hornets könnte Schröder zudem eine Rolle abseits des Parketts übernehmen. Mit Hannes Steinbach und Christian Anderson wurden zuletzt zwei deutsche Rookies im Draft ausgewählt – für sie könnte der erfahrene Nationalspieler zum Ansprechpartner werden. »Für die beiden ist das natürlich ein Segen, dass sie jemanden haben, mit dem sie quatschen können. Ich glaube, es wäre auch toll gewesen, hätte ich das damals gehabt«, sagte Schröder.
Für einen jungen deutschen Profi bedeutet ein Landsmann in derselben Kabine Orientierung in einer fremden Liga, in einer neuen Kultur und in einem anderen Basketballsystem. Solche Mentorenrollen gelten in der NBA oft als wichtiger Faktor dafür, wie schnell sich Neulinge etablieren.
Zwölfte Station – ein Blick auf Schröders Wanderschaft
Mit dem Transfer erreicht Schröder seine zwölfte NBA-Station, seit ihn die Atlanta Hawks 2013 gedraftet hatten. Rekordhalter in dieser Hinsicht ist Ish Smith, der bis zum Ende seiner Karriere 2024 für 13 verschiedene Clubs auflief. Erst im Februar war Schröder von den Sacramento Kings zu den Cavaliers gekommen, mit denen er das Playoff-Halbfinale erreichte.
Häufige Wechsel sind im Geschäft der NBA keine Seltenheit: Spieler werden im Rahmen von Trades zwischen Klubs getauscht, oft um Kadergefüge, Gehaltsstrukturen oder sportliche Ausrichtungen anzupassen. Für einen Aufbauspieler wie Schröder ist die passende Rolle im Team entscheidend – genau darauf zielt der jetzige Schritt.
Erst die Nationalmannschaft, dann die neue Aufgabe
Zunächst steht für Schröder allerdings der Dienst im Nationaltrikot an. In dieser Woche reist er zur deutschen Auswahl. Am Freitag und Samstag steht in Hamburg der Supercup an, ehe zwei Spiele in der WM-Qualifikation folgen.
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