Wer an das Stichwort „All-Inclusive“ denkt, hat meist Strände in Mexiko oder der Karibik vor Augen – jene Regionen, die das Modell überhaupt erst geprägt haben. Doch auch in den USA existiert eine eigene Riege von Resorts, die Übernachtung, Mahlzeiten, Getränke und häufig auch Aktivitäten zu einem festen Preis bündeln. Der Reiseratgeber von Condé Nast Traveler stellt sieben solcher Adressen vor, die den Pauschalgedanken weniger als Buffet-und-Bar-Schablone und mehr als Erlebnis mit lokalem Bezug begreifen – vom Reiterhof im Westen über Strandbungalows auf den Florida Keys bis zum Wüsten-Wellnessrefugium.
- Sieben US-Resorts bieten All-Inclusive-Aufenthalte mit ausgeprägt regionalem Charakter.
- Zur Auswahl zählen unter anderem Twin Farms (Vermont), Paws Up (Montana) und Mii Amo (Sedona).
- Als bestes Preis-Leistungs-Verhältnis nennt der Ratgeber das Mohonk Mountain House.
Das Prinzip solcher Häuser ist einfach: Der Gesamtpreis steht schon vor der Anreise fest. Statt am Ende des Tages die laufende Rechnung im Kopf zu addieren, zahlen Gäste einen Pauschalbetrag, der Zimmer, Verpflegung und oft auch Freizeitangebote abdeckt. Genau darin liegt für viele Reisende – insbesondere Familien – der Reiz: Der Kostenrahmen ist planbar, und der Aufenthalt lässt sich ohne ständiges Kalkulieren genießen.
Amerikanische Resorts setzen auf Ort und Aktivität statt Poolliege
Der wesentliche Unterschied zum klassischen Karibik-Klischee ist laut dem Ratgeber die Vielfalt. Anstelle der immer gleichen Kombination aus Strand, Buffet und Bar setzen die US-Häuser auf regionale, saisonale Küche und Aktivitäten mit Bezug zur Umgebung. Statt des reinen Sonnenbadens stehen etwa Fliegenfischen oder geführte Wanderungen durch Schluchten auf dem Programm.
Die Bandbreite reicht von Gäste-Ranches im Westen über Strandbungalows auf den Florida Keys bis hin zu Wellnesszentren in der Wüste.
Für welchen Reisetyp welches Haus passt
Der Ratgeber ordnet die Häuser nach Reisewunsch. Paaren, die vollständige Abgeschiedenheit suchen, werden Twin Farms in Vermont sowie The Point in den Adirondacks empfohlen. Familien mit Bewegungsdrang finden in Paws Up in Montana Raum. Wer einen Wellness-Reset anstrebt, ist demnach in der Canyon Ranch in den Berkshires oder im Mii Amo in Sedona gut aufgehoben.
Beim Thema Preis relativiert die Redaktion den Begriff „erschwinglich“ für diese Kategorie. Vergleichsweise günstig – vor allem in der Nebensaison – seien das Mohonk Mountain House und Bungalows Key Largo, ohne dass dabei bei den enthaltenen Leistungen gespart werde. Als bestes Preis-Leistungs-Verhältnis hebt der Ratgeber das Mohonk Mountain House hervor: Zwischen Farm-to-Table-Küche, rund 137 Kilometern (85 Meilen) Wanderwegen, einem Golfplatz und einem vollen Programmkalender – alles über einen Nächtigungspreis abgedeckt – biete es für sein Geld mehr als fast jede andere der genannten Adressen.
Was die Auswahl über den Trend verrät
Für deutschsprachige Reisende, die USA-Trips ohnehin oft langfristig und detailliert planen, bedeutet das Konzept einen anderen Ansatz: Ein Pauschalpreis nimmt die Feinplanung einzelner Restaurantreservierungen und Ausflüge weitgehend ab. Bemerkenswert ist zudem, dass diese Häuser das aus südlicheren Regionen bekannte Modell auf typisch amerikanische Landschaften und Freizeitformen übertragen – ein Hinweis darauf, dass All-Inclusive nicht zwangsläufig Strand und Buffet heißen muss.
Nach eigenen Angaben stammt jede Bewertung dieser Liste von einem Journalisten des Magazins, der das jeweilige Ziel kennt und das Haus besucht hat. Bei der Auswahl achte die Redaktion über verschiedene Preisklassen hinweg auf Design, Lage, Service und Nachhaltigkeit sowie darauf, ob ein Haus einen authentischen Einblick in seine Umgebung vermittelt.
Würden Sie im USA-Urlaub lieber alles selbst zusammenstellen oder auf ein All-Inclusive-Resort mit lokalem Charakter setzen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Empfehlungen in den Kommentaren.































