Lionel Messi hat in der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) erstmals seit dem Tod seines Vaters wieder getroffen. Beim Auswärtsspiel von Inter Miami gegen die Philadelphia Union brachte der 39-jährige Argentinier sein Team am Mittwoch in der 26. Minute mit 2:1 in Führung – und deutete nach einem kurzen, zurückhaltenden Jubel mit beiden Händen zum Himmel. Zum Sieg reichte es für Miami trotz des emotionalen Moments nicht: Die Gastgeber glichen aus und sicherten sich beim 2:2 einen Punkt. Für Messis Klub war es bereits das vierte Spiel in Folge ohne Sieg.
- Messi erzielte sein erstes Tor seit dem Tod seines Vaters Jorge, der am 8. August 2026 im Alter von 68 Jahren starb.
- Inter Miami trennte sich von Philadelphia Union mit 2:2 und wartet seit vier Partien auf einen Sieg.
- Mit 13 Saisontoren rückte Messi auf Rang zwei der Torschützenliste vor, drei Treffer hinter Petar Musa.
Zwei sieglose Spiele nach der Rückkehr aus Argentinien
Der Treffer beendete für Messi eine schwierige Phase. Nach dem Tod seines Vaters und Beraters Jorge Messi am 8. August 2026 war der Kapitän aus Argentinien zurückgekehrt, blieb in den beiden folgenden Partien jedoch ohne Torerfolg. Zunächst verlor Miami mit 2:3 gegen den mexikanischen Klub León und schied damit aus dem Leagues Cup aus. Es folgte eine deutliche 1:4-Niederlage in der MLS gegen Nashville, bei der Messi zudem einen Elfmeter vergab.
Suárez und Pinter treffen, dann schlägt Messi zu
In Philadelphia gerieten die Gäste zunächst in Rückstand: Indiana Vassilev brachte die Union bereits in der 11. Minute in Führung. Miami antwortete mit einer sehenswerten Kombination. Messi bediente den uruguayischen Angreifer Luis Suárez auf der linken Seite, dessen Kopfballablage der junge US-Amerikaner Daniel Pinter aus kurzer Distanz zum Ausgleich verwertete.
Nur fünf Minuten später sorgte Messi selbst für die Führung. Mit einem typischen, gekrümmten Linksschuss ins lange Eck stellte er auf 2:1. Der Jubel fiel gedämpft aus – ein kurzes Lächeln mit den Mitspielern, dann die Geste zum Himmel über Philadelphia, ein Gruß an den verstorbenen Vater.
Lange hielt die Führung nicht: Neil Pierre glich in der 58. Minute für die Gastgeber aus und stellte den 2:2-Endstand her.
Was das Remis für Miamis Saison bedeutet
Für Inter Miami ist der Punktgewinn ein Rückschlag im Kampf um die Tabellenspitze. Der Klub liegt in der Eastern Conference sieben Punkte hinter Spitzenreiter Nashville, der zeitgleich die New York Red Bulls mit 1:0 bezwang. Vier Partien ohne Sieg bedeuten in der laufenden Saison zunehmenden Druck, zumal die Terminfolge eng ist.
„Wir sind hergekommen, um zu gewinnen, aber wir konnten es nicht“, sagte Miami-Trainer Guillermo Hoyos. „Wir sind nicht glücklich mit dem Unentschieden, weil wir es nicht mögen, aber jetzt müssen wir versuchen, uns auszuruhen und an das nächste Spiel zu denken, das in weniger als 72 Stunden ansteht.“ Damit spielte er auf die Partie am Samstag gegen Toronto FC an.
Individuell verlief der Abend für Messi versöhnlich: Mit seinem 13. Saisontor schob er sich auf Rang zwei der Torschützenliste vor. Vor ihm liegt der Kroate Petar Musa, der beim 4:3-Auswärtssieg von Dallas bei Real Salt Lake zweimal traf und nun bei 16 Toren steht.
Trauen Sie Inter Miami in der engen Terminfolge noch die Aufholjagd in der Eastern Conference zu – und welche Rolle spielt Messis Form dabei? Schreiben Sie uns Ihre Einschätzung.































