Lego setzt seine Zusammenarbeit mit Nintendo fort und stellt einen aus Steinen gebauten Spielautomaten zum Klassiker Donkey Kong vor. Das Set mit 1.371 Teilen bildet den ikonischen Arcade-Schrank nach und ist tatsächlich spielbar: Über einen Hebel lassen sich Fässer freigeben, ein Joystick bewegt die Figur Jumpman – die später als Mario bekannt wurde – und ein Knopf lässt sie über die Hindernisse springen. Nachgebaut werden das erste Level mit Gerüst und Leitern sowie die Figuren Jumpman, der ursprüngliche Donkey Kong und die einst nur „Lady“ genannte Dame, die heute als Pauline bekannt ist. Der Verkauf beginnt am 1. August.
- Der Lego Donkey Kong Arcade umfasst 1.371 Teile und ist funktionsfähig spielbar.
- Preis: 169,99 Euro beziehungsweise 149,99 Pfund, in den USA 200 Dollar.
- Entworfen hat das Set Designer Carl Merriam; Nintendo-Legende Shigeru Miyamoto soll mit dem Ergebnis zufrieden sein.
Ein Automat, der Fässer im Dauerbetrieb ausspuckt
Herzstück des Modells ist der Fassmechanismus, den Designer Carl Merriam als eine Art Pumpe beschreibt. An der Seite des Modells stapeln sich 14 Fässer; bei jedem Zug am Hebel wird unten eines eingeschoben, während oben eines herausfällt. Insgesamt fasst das System 20 Fässer, sodass bis zu sechs gleichzeitig die Bahn hinunterrollen. Am Boden werden sie in einem Trichter aufgefangen und zurück in den Kreislauf geführt – ein endloser Fasslauf.
Die größte Hürde war laut Merriam, die Fässer langsam genug rollen zu lassen, ohne dass sie steckenbleiben. Erreicht wurde das durch eine Kombination aus Stufen, Noppen, Schrägen und dünneren Technic-Balken. „Ich habe Tausende Fässer diese Bahnen hinuntergerollt, um das herauszufinden“, sagt er. Es handelt sich dabei um dieselben Fässer, die Lego 1989 für seine ersten Piraten-Sets herausbrachte – für den Designer das Lieblingselement des Sets.
Warum das Set für Fans mehr ist als nur ein Spielzeug
Das Modell richtet sich vor allem an das nostalgische erwachsene Publikum. Es steht in einer Reihe von Lego-Sets, die aus der Nintendo-Partnerschaft hervorgegangen sind – darunter ein baubarer NES-Nachbau, ein beweglicher Bowser, das Set zum Deku-Baum sowie ein Game Boy und eine Piranha-Pflanze. Ähnlich wie beim rund 230 Dollar teuren Flipperautomaten von Lego steckt hinter der schlichten Fassade ein voll funktionsfähiges Miniaturspiel.
Anders als im Original erreicht Jumpman aus eigener Kraft nie die Spitze – das Set fängt eher das Gefühl des Spiels ein, als es exakt nachzubilden.
Wer möchte, kann Jumpman und Pauline aber trotzdem zusammenbringen: Das neue Jumpman-Element ist abnehmbar und lässt sich mit den Fingern bewegen. Nintendo brachte laut Merriam eine konkrete Anmerkung ein – die giftigen Fässer sollten schwerer sein als die normalen. Gelöst wurde das, indem Minifigurenköpfe hineingelegt wurden.
Was auf Sammler zukommt
Merriam ist Miyamoto zwar nicht persönlich begegnet, habe aber gehört, dass der Donkey-Kong- und Mario-Schöpfer mit der Umsetzung sehr zufrieden sei. Für Sammler ist das am 1. August erscheinende Set ab sofort vorbestellbar. Die Vorstellung fällt zudem in eine Phase, in der Lego seinen kurbelbetriebenen Pac-Man-Automaten ausmustert – ein vergleichbares Retro-Set, dessen baldiges Auslaufen jene unter Zugzwang setzen dürfte, die es noch besitzen wollen.
Würdet ihr euch einen spielbaren Arcade-Automaten aus Lego-Steinen ins Regal stellen – oder reicht euch das Original im Museum? Schreibt uns eure Meinung.






























