Wer sich künftig ein Streaming-Gerät von Roku zulegen will, zahlt deutlich mehr: Der US-Hersteller hat die Preise über seine komplette Hardware-Palette angehoben, einige Modelle werden um bis zu 50 Dollar teurer. Das Spitzenmodell Roku Ultra kostet nun 149,99 statt bislang 99,99 Dollar, während der günstigste HD Streaming Stick von 29,99 auf 39,99 Dollar steigt. Zuerst berichtete das Branchenmedium The Desk über die Änderungen, Roku bestätigte die Preiserhöhungen anschließend gegenüber Engadget. Als Grund nennt das Unternehmen die steigenden Kosten für Speicherbausteine, die durch die anhaltende Nachfrage aus dem KI-Sektor verursacht werden.
- Der Roku Ultra kostet nun 149,99 statt 99,99 Dollar – ein Aufschlag von 50 Dollar.
- Der günstigste Streaming Stick steigt von 29,99 auf 39,99 Dollar.
- Als Ursache nennt Roku den anhaltenden Speichermangel, der durch den KI-Boom befeuert wird.
Die neuen Preise im Überblick
Die Anhebungen betreffen praktisch das gesamte Sortiment. Der Streaming Stick klettert von 29,99 auf 39,99 Dollar, der Streaming Stick Plus von 39,99 auf 59,99 Dollar und der Streaming Stick 4K von 49,99 auf 79,99 Dollar. Der Roku Ultra sowie die Roku Streambar SE kosten jeweils 149,99 statt zuvor 99,99 Dollar.
Aktuell läuft bei Roku noch ein Verkauf, bei dem einige Geräte zu ihren alten Preisen angeboten werden – diese früheren Preise sind auf der offiziellen Website als vergünstigte Angebote gelistet.
Der Speichermangel trifft nun auch Roku selbst
Ein Roku-Manager begründete die Preisanpassung gegenüber The Desk mit der laut Bericht „schwierigen Entscheidung“, auf die Engpässe bei Speicher und anderen Komponenten zu reagieren. Diese Knappheit gilt als Folge des KI-Booms: Speicherhersteller bedienen bevorzugt die Nachfrage von KI-Unternehmen. Laut The Desk soll der Engpass bis 2027 und darüber hinaus anhalten.
Bemerkenswert ist die Kehrtwende in der Argumentation. Beim jüngsten Quartalsbericht hatte Roku-Chef Anthony J. Wood noch betont, dass die eigenen Geräte deutlich weniger Speicher benötigten als die der Konkurrenz und dass die verbauten Komponenten günstiger seien als die höherwertigen Bauteile der Wettbewerber. Wood ging deshalb davon aus, dass Roku weniger stark betroffen sein würde als die Konkurrenz.
Dass die hauseigenen Geräte nun bis zu 50 Prozent teurer werden, zeigt jedoch, dass auch Roku dem Druck des Speichermangels nicht entkommt.
Wood hatte die steigenden Speicherpreise sogar als möglichen Vorteil für Roku dargestellt: Da das Hardware-Geschäft überwiegend auf Drittanbietern beruht, könnten teurere Fertigungskosten bei der Konkurrenz weitere Hersteller zu Roku locken. Für die eigenen Erstanbieter-Geräte gilt diese Rechnung nun offenkundig nicht.
Roku steht nicht allein da
Die Preiserhöhung ist Teil eines breiteren Musters in der Branche. Auch Apple hatte im Juni die Preise über mehrere Produkte hinweg angehoben, darunter die Set-Top-Box Apple TV. Für Verbraucher bedeutet das: Günstige Streaming-Hardware, wie sie Roku bislang als Verkaufsargument nutzte, dürfte im Zuge der Speicherkrise zunehmend unter Preisdruck geraten – ein Effekt, der sich potenziell über verschiedene Geräteklassen hinweg fortsetzen könnte, solange die Knappheit anhält.
Für Roku selbst kommt die Anpassung in einer Umbruchphase: Wie The Verge berichtet, kündigte Fox im vergangenen Monat Pläne für eine Übernahme von Roku an.
Würden Sie für einen Streaming-Stick oder eine Streambar von Roku künftig deutlich mehr zahlen – oder rückt damit die Konkurrenz für Sie in den Fokus? Teilen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren.






























