Der Toyota Crown ist eines der ungewöhnlichsten Modelle im US-Angebot der Marke: eine Limousine, die höher sitzt als üblich, aber kein echtes Crossover ist – gebaut nach der Idee, dass Käufer beides zugleich wollen. Für das Modelljahr 2027 bekommt dieses eigenwillige Auto nun eine Handvoll technischer Neuerungen und eine Preiserhöhung. Auffällig ist dabei vor allem eine Ausstattungsvariante, deren Aufschlag deutlich über dem der übrigen Modelle liegt.
- Drei der vier Varianten erhalten Toyotas Hybridsystem der fünften Generation.
- Der Crown Limited verteuert sich um 3.770 Dollar auf 49.720 Dollar.
- XLE, Nightshade und Platinum steigen jeweils nur um 200 Dollar.
- Schaltwippen kommen erstmals in drei Ausstattungslinien zum Einsatz.
Die Basis bildet weiterhin der Crown XLE Hybrid AWD, der bei 41.640 Dollar startet – 200 Dollar mehr als bisher. Ebenfalls um 200 Dollar teurer werden der Nightshade (48.965 Dollar) und die Topversion Platinum (55.190 Dollar). Aus der Reihe fällt der Crown Limited Hybrid AWD: Er klettert um 3.770 Dollar auf 49.720 Dollar. Zu allen Preisen kommt noch eine Bearbeitungsgebühr von 1.295 Dollar hinzu.
Ein neues Hybridsystem für drei der vier Varianten
Technisch bekommen die Modelle XLE, Limited und Nightshade Toyotas Hybridsystem der fünften Generation. Es kombiniert einen 2,5-Liter-Motor mit Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse. Konkrete Leistungswerte für diese Konfiguration hat Toyota bislang nicht veröffentlicht.
Der Platinum behält dagegen seine Hybrid-MAX-Anordnung mit einem 2,4-Liter-Turbo. Seine 340 PS und 542 Nm (400 lb-ft) bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert – an der Spitze der Baureihe büßt also niemand Leistung ein.
Allradantrieb ist in der gesamten Palette verfügbar, wobei das aufwendigste System erneut dem Platinum vorbehalten bleibt. Während XLE, Limited und Nightshade den hinten sitzenden Elektromotor nur bei Bedarf für zusätzliche Traktion nutzen, arbeitet der Platinum mit permanentem Allradantrieb und verteilt die Kraft intelligent zwischen den Achsen. Neu für XLE, Limited und Nightshade sind zudem Schaltwippen am Lenkrad.
Optisch bleibt fast alles beim Alten
Äußerlich unterscheidet sich der 2027er Crown kaum vom Vorgänger. Die auffälligste Änderung ist ein überarbeiteter hinterer Stoßfänger. Der Platinum erhält zusätzlich rote Bremssättel und schwarze Fenstereinfassungen.
Zweifarbige Modelle bekommen nun einen in Wagenfarbe lackierten Kofferraumdeckel statt der bisherigen schwarzen Blende, die dem Heck ein merkwürdiges Aussehen verlieh – eines der wenigen Details, das kaum jemand verteidigt hat.
Diese Änderung entspricht dem zuvor vorgestellten Modell für den japanischen Markt.
Im Innenraum bleibt die Ausstattung vertraut
Der Innenraum bleibt weitgehend unverändert. Weiterhin verbaut ist ein 12,3 Zoll großes Infotainment-Display mit kabellosem Apple CarPlay und Android Auto sowie ein digitales Kombiinstrument mit ebenfalls 12,3 Zoll. Exklusiv dem Platinum vorbehalten sind ein 10-Zoll-Head-up-Display, ein elektrisch verstellbares Lenkrad, eine Hinterachslenkung und ein freihändig zu öffnender elektrischer Kofferraum.
Für deutsche Leser ist der Crown vor allem als Kuriosität interessant: Das Modell zielt auf den US-Markt und wird hierzulande nicht in dieser Form angeboten. Die Preisstruktur zeigt jedoch, wie Toyota seine Modellpalette schrittweise auf ein einheitlicheres Hybridsystem umstellt – ein Trend, der auch die europäischen Baureihen prägt. Bemerkenswert bleibt, dass die deutlichste Verteuerung ausgerechnet die mittlere Limited-Variante trifft, während Basis- und Topmodell nur moderat zulegen.
Halten Sie den Crown für einen cleveren Zwitter aus Limousine und Crossover – oder für ein Auto, das sich nicht recht entscheiden kann? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.






























