Das amerikanische Online-Magazin Jalopnik, eine der bekannteren englischsprachigen Anlaufstellen für Autoenthusiasten, veröffentlicht regelmäßig eine Rubrik mit dem Titel „Dopest Cars“. Darin durchforstet die Redaktion Kleinanzeigen und stellt die kuriosesten, seltensten oder schlicht sympathischsten zum Verkauf stehenden Fahrzeuge vor. In der jüngsten Ausgabe führt die Reise in die sogenannten Twin Cities im US-Bundesstaat Minnesota – und die Auswahl reicht vom rennstreckentauglichen BMW über einen japanischen Sportwagen bis zu einem betagten Wohnmobil.
- Jalopnik präsentiert in seiner Rubrik „Dopest Cars“ Gebrauchtwagen-Inserate aus Minnesota.
- Zu den Fundstücken zählen ein trackfertiger BMW M3 für 23.000 US-Dollar und ein Factory-Five-818S-Bausatzwagen.
- Die Preise reichen von rund 4.950 bis knapp 25.000 US-Dollar.
Ein weißer M3, der laut Verkäufer die Straße meidet
Im Mittelpunkt steht ein trackfertig aufgebauter BMW M3 der Baureihe E46 aus dem Jahr 2002, angeboten für 23.000 US-Dollar (rund 21.000 Euro). Der Wagen trägt weiße Lackierung samt sichtbaren Gebrauchsspuren und ausgeblichenen Scheinwerfern. Laut Verkäufer ist das Fahrzeug so umfassend für den Rennstreckeneinsatz vorbereitet, dass es nicht mehr straßenzulässig sei – wobei der Autor anmerkt, dass dies stark von der jeweiligen Zulassungsbehörde abhänge.
Der E46 M3 gilt unter Fans als eine der begehrten Generationen der M-Reihe von BMW und taucht in solchen Umbauten häufig auf, weil er sich vergleichsweise gut für den Track-Einsatz herrichten lässt.
Vom sauberen Scion bis zum britischen Motorrad
Deutlich alltagstauglicher wirkt ein Scion FR-S von 2013 für 15.900 US-Dollar (etwa 14.700 Euro). Der Sportwagen wurde nach Angaben des Verkäufers dezent modifiziert – unter anderem mit einem JDL-Fächerkrümmer, einer Borla-Abgasanlage und einem OFT-Tuning-Modul – und habe „nie Schnee oder winterliches Streusalz gesehen“. Der Autor erinnert daran, dass die Marke Scion einst vor allem junge Käufer mit knappem Budget ansprechen sollte, weshalb viele Exemplare entsprechende Gebrauchsspuren aufweisen.
Für Zweiradfans findet sich eine Triumph Street Twin von 2017 in Weiß oder Silber zum Preis von 4.950 US-Dollar (rund 4.600 Euro). Das Modell wurde später in Speed Twin 900 umbenannt. Der Autor lobt die Maschine als eine der besten, die er je gefahren sei – hochwertig verarbeitet und mühelos zu bewegen.
Ein Bausatz-Sportwagen mit Subaru-Innenleben
Zu den ungewöhnlichsten Angeboten zählt ein Factory Five 818S von 2013 für 24.950 US-Dollar (etwa 23.000 Euro). Unter der flachen, mittelmotorigen Karosserie steckt Technik von Subaru: Motor, Getriebe, Instrumente und Teile des Innenraums stammen aus dem Impreza. Im vorgestellten Exemplar wurden die Serienstühle durch Sparco-Sitze ersetzt, während weiterhin normale Dreipunktgurte verbaut sind – ein Bausatzwagen also, der auch auf der Straße genutzt werden kann.
Was es bedeutet, mit einem turbogeladenen Boxermotor direkt hinter dem Kopf zu fahren, kann der Autor selbst nur vermuten – er hält es aber für ein Vergnügen.
Camper-Träume und ein umgebauter Suzuki
Für Nostalgiker liegt ein Sunbeam Funwagon von 1967 für 8.000 US-Dollar (rund 7.400 Euro) im Angebot, ein kleines Wohnmobil in Weiß und Hellblau mit Holzakzenten, das laut Autor allerdings noch einiges an Restaurierung benötigt. Abgerundet wird die Auswahl von einem Suzuki X-90 aus dem Jahr 1996 für 10.500 US-Dollar (etwa 9.700 Euro) – ein bronzefarbener Wagen, den der Verkäufer als „seltenen Custom-Build“ mit Off-Road-Anbauteilen wie Metallstoßstangen, Seilwinde, Nebelscheinwerfern und Lichtbalken beschreibt.
Für deutschsprachige Leserinnen und Leser sind die meisten dieser Fahrzeuge vor allem als Kuriositäten interessant: Modelle wie der Scion FR-S oder der Suzuki X-90 waren in dieser Form nicht auf dem hiesigen Markt, und die genannten US-Preise geben allenfalls einen groben Anhaltspunkt, da Zulassung, Import und Steuern in Europa eigenen Regeln folgen. Die Zusammenstellung zeigt jedoch, wie breit das Spektrum an Liebhaberfahrzeugen im US-Gebrauchtmarkt ausfällt.
Welches dieser sechs Fahrzeuge würden Sie in Ihre Garage stellen – den weißen Track-M3 oder doch lieber den Subaru-betriebenen Bausatzwagen? Schreiben Sie uns Ihre Wahl in die Kommentare.






























